So bin ich
Am 15. Okt. 2016 wurde bei mir Speiseröhrenkrebs festgestellt.
Nach längeren Untersuchungen stellte sich ein Adenokarziom und
ein Plattenepithelkarzinom heraus. (TM4). Bei TM5 wird nicht 
mehr operiert. 
Ab Mitte Nov. bekam ich Chemo und Bestrahlung.    
Jeden Montag Chemo, 6 -9 Stunden, und jeden Werktag Bestrahlung.

Ab 1. Jan. 2017 bekam ich 5 Wochen Schonzeit zum Erholen. 
Zwischendurch erfolgten mehrere Gespräche. 
Durch die vorherigen Therapien war der Krebs fast weg. Die 
Schwellung der Lymphknoten war abgeklungen. Jedoch wäre eine 
OP ratsam, weil es wieder aufflammen könnte. 
Also, alles raus, dann haben Sie Ruhe.

Bei der 7 stündigen OP wurde mir erst ein ca 50 cm langer Schnitt
(Querschnitt) über dem Bauchnabel gemacht. Aus dem Dickdarm 
wurde ein Stück für den Speiseröhren Ersatz herausgeschnitten.
Dann wurde der Magen zu einem Schlauch geschnitten und vernäht.

Um an die Speiseröhre heran zu kommen, war ein Schnitt unter 
dem rechten Rippenbogen nötig. Weil in dem Fall die Lunge wegen 
Druckmangel zusammen fällt wie ein leerer Luftballon, wurde ich 
künstlich beatmet, mein Blut mit der Maschine mit Sauerstoff 
versorgt und durch den Körper gepumpt.
Durch den unteren rechten Brustkorb tauschten sie die Speiserühre
mit dem Teil-Dickdarm aus.
Um den oben am Schlucker anzunähen wurde ein Schnitt am Hals
gemacht.
Nachdem alles geklappt hatte, wurde ich wieder zugenäht und kam 
auf die Intensivstation.


Überlebenchance: 
Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei nur 15 Prozent. Auch bei 
vollständiger Entfernung des Speiseröhrenkrebs, ohne Vorliegen 
von Metastasen beträgt die 5-Jahres-Überlebensrate nur 35 Prozent.


Heute, der 23.06.2018.    Es geht mir etwas besser. Ca. 1 Jahr hat es gedauert, 
bis ich einigermaßen normal essen kann.Da in diesen Schlauchmagen nicht viel
 ´reinpasst, muß ich bis zur "vollen" Sättigung essen um mein Gewicht von 70 kg
zu halten. Ich wog vor der OP 92 kg.